Immer was auf der hohen Kante – Mein Notgroschen

Im letzten Blogbeitrag habe ich über den ersten Schritt im Prozess “Finanzen ordnen” geschrieben – Schulden abbauen. Mein nächster Schritt ist der Aufbau eines Finanzpolsters bzw. eines Notgroschens.

Gerade wenn du von deiner Ausbildung oder Studium ins Berufsleben einsteigst, hast du erstmal eine Menge mehr Geld zu Verfügung, aber sicher noch nicht viel auf der hohen Kante. Du musst dir dann noch keine Gedanken über Vermögensaufbau machen, sondern darfst erstmal ganz entspannt dein Geld auf einem Tagesgeldkonto sammeln.

Warum ist das sinnvoll? In der Zukunft werden immer unerwartete Ausgaben auf dich zukommen, z.B. Waschmaschine streikt, Auto geht kaputt oder deine Freundin will, dass du spontan auf eine 3-wöchige Reise durch Südamerika mitkommst. Für solche Fälle ist es gut, ein Polster zu haben, um keinen Kredit aufnehmen zu müssen oder in den Dispo zu rutschen. Ein Finanzpolster gibt dir also vor allem Sicherheit und Freiheit.

Wie machst du das? Ganz einfach: Eröffne ein Tagesgeldkonto und zahle von deinem Girokonto Geld darauf ein. Im Gegensatz zum Girokonto, kannst du mit dem Tagesgeldkonto nicht direkt am Zahlungsverkehr teilnehmen. Du wirst also nicht unbewusst Geld davon abheben und für reguläre Zwecke ausgeben. Ich empfehle das Tagesgeldkonto der DiBa, da gibt es mittlerweile mit 0,35 % zwar nicht viel, aber noch die meisten Zinsen (Stand 23.03.2016).

Hier geht’s zum Anbieter:

ing-diba-logo

Wie hoch sollte dein Finanzpolster sein? Das kommt auf dein Sicherheitsbedürfnis an. Ich empfehle 3 Netto-Monatsgehälter. Wenn du häufig unerwartete Ausgaben hast oder zum Beispiel ein altes Auto, solltest du eher mehr zurück legen. Falls du etwas von deinem Notgroschen-Konto abhebst, solltest du die darauffolgenden Monate solange wieder aufstocken, bis du dein ursprüngliches Level erreicht hast. Das sollte deine finanzielle Priorität sein, bevor du Geld für andere Dinge ausgibst.

So mach ich das. Schreib mir gerne deine Meinung. Nächste Woche geht’s dann um den letzten Schritt: Vermögen aufbauen. Bis dahin!

Liebe Grüße,

dein William.

 

3 Gedanken zu „Immer was auf der hohen Kante – Mein Notgroschen

  1. Hi William,

    So gut und prägnant ich Deine Beiträge gewähnlich finde, so bin ich diesmal doch leicht anderer Meinung. Für die Notfallreserve würde ich immer von den tatsächlich abzudeckenden Kosten ausgehen und nicht vom Einkommen. Gerade bei einer sehr hohen Sparquote, erscheint die Orientierung am Einkommen verfehlt. Darüber hinaus wäre zu überlegen, gerade bei unregelmäßigen Cash-Flows (z.B. Selbständigkeit auf Projektbasis) auch einen deutlich höheren Notfallfonds vorzuhalten.

    Hier auch noch der Hinweis zu folgendem weiterführenden Artikel: https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/09/08/notfallfonds/

    Viele Grüße,
    FF

    Gefällt mir

  2. Ein Notgroschen ist echt goldwert… Man hat immer ein Gefühl der Sicherheit. Und man kann es sich auch durchaus mal leisten 3 Monate aus dem Job auszusteigen und eine Pause einzubauen. So eine Freiheit ist einfach unbezahlbar.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s