Sneakers – Sammlerstück oder Geldanlage mit saftiger Rendite?

Ich habe eine kleine Obsession für Sneakers, besonders der Air Jordan 1 von Nike hat es mir schon in frühen Kindheitstagen angetan. Der Hype um diesen Schuh kommt nicht von ungefähr. 1984 verbot die National Basketball Association (NBA) Michael Jordan den Schuh in der rot-schwarzen Variante bei Spielen zu tragen, ansonsten würde er 5.000 $ Strafe pro Spiel zahlen müssen. Interessanterweise war dieser Schuh zu diesem Zeitpunkt noch gar kein Air Jordan, sondern ein rot-schwarzer Nike Air Ship. Michael Jordan hatte lediglich seinen Namen auf die Ferse nähen lassen. Und da wir alle wissen, dass Nike eine geniale Marketingabteilung hat, wurde im Anschluss an das Verbot das Modell „Air Jordan 1“ auf den Markt gebracht. Seit mehr als 30 Jahren gehört Air Jordan zu einer der erfolgreichsten Sportmarken weltweit.

Im Laufe der Zeit, eigentlich ziemlich parallel zur Erfolgsstory von Air Jordan, begann sich eine Sammlerkultur für Sportschuhe zu entwickeln. Da es andauernd neue Modelle und neue Farbvarianten (Colorways) von Nike & Co gab, wurden die Originalmodelle (Original Colorways) immer wertvoller. Bringt Nike alle paar Jahre den Air Jordan 1 in rot/schwarz auf den Markt, dann kostet er im Laden ca. 200 $. Allerdings sind die Dinger so schnell vergriffen, dass sie einen Tag später auf eBay schon über 500 $ kosten. Wie ihr euch denken könnt, liegt das an der hohen Nachfrage und dem relativ geringen Angebot, da diese Sneakers oftmals stark limitiert sind. Während meiner Unizeit habe ich mir auch einige Raritäten besorgt und allesamt mit gutem Gewinn verkauft. Einige davon viel zu früh, aber ich brauchte das Geld. Wie sich der Wert von einzelnen Schuhen entwickelt, kannst du auf StockX.com beobachten. StockX ist eine Art Börse für Sneakers, wo Schuhe gehandelt werden und so die Preise der Schuhe bestimmt werden.

Allerdings ist das „Sneakers Game“ ein sehr schwieriger und undurchsichtiger Markt. Die Topmodelle direkt vom Hersteller zu bekommen ist fast unmöglich. Sammler und Reseller benutzen spezielle Programme, um die Schuhe online zu bestellen. Innerhalb von Minuten sind die Schuhe ausverkauft. Einfach so die Sneakers in den Warenkorb zu packen und zu kaufen, wird so zum nervenaufreibenden Glücksspiel.

Aber vielleicht hast du bei dir oder bei deinen Eltern auf dem Speicher noch ein paar Sneakers, die mittlerweile vielleicht einige Hundert Euro wert sind. Oder du hältst die Augen auf dem Flohmarkt oder im Second Hand Shop offen. Es gibt Geschichten von Menschen, die gebrauchte Sneakers für bis 3.500 $ verkauft haben.

Ich selbst habe auch noch ein Paar gut verpackt aufgehoben. Mal sehen, vielleicht steigt der Wert noch weiter. Derzeit liegen sie bei 310 $, bezahlt habe ich vor zwei Jahren knapp 190 €. Das hat sich bis hierher schonmal gelohnt.

Sammelt einer von euch Sneakers? Wenn ja, erzählt mal was euer wertvollster Schuh ist. Bin gespannt.

Lieben Gruß,

dein William.

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3 Gedanken zu „Sneakers – Sammlerstück oder Geldanlage mit saftiger Rendite?

  1. Ich spiele Basketball, betrachte Sneakers aber als Nutzgegenstand. Ich habe mir aber auch schon Old-School-Schuhe gekauft: Adidas Top 10. Mir gefallen die vielen neuen Designs einfach nicht. Die Schuhe sind oft zu klobig. Unglaublich, aber wahr: Die Adidas Top 10 kommen mit einer simplen Gummi-Sohle daher und verleihen mir sogar mehr Grip als neumodische Nike-Schuhe. Apropos Nike-Schuhe: Ich habe auch ein Paar, vor drei Jahren gekauft. Da liefern mir beim ersten Tragen die Zehen blau an, obwohl es die richtige Größe war. Dann ist das noch Plastik-Mist ins Futter eingebaut. Das ist dann vor einem Jahr gebrochen und scheuerte mir den Hacken auf. Die Adidas Top 10 passten auf Anhieb und wegen Plastik in den Schuhen muss ich mir keine Sorgen machen.

    Cool wäre noch ein Paar von Converse-Schuhen, wie man sie in den 80ern trug: https://www.youtube.com/watch?v=tJEa2c_939o

    Von den Top 10 habe ich zwei Paar, die ich im Wechsel trage. Dann halten sie hoffentlich länger.

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