Budgeting – In 6 Schritten deine Finanzen regeln

Der Schlüssel zum Erfolg ist Ordnung und Routine. Das gilt ganz besonders für deine Finanzen. Es kann am Anfang herausfordernd sein, seine Einnahmen und Ausgaben detailliert zu notieren, aber es zahlt sich definitiv aus. Nicht nur, dass du Sparpotentiale erkennen wirst. Du wirst auch ein Bewusstsein für deine Finanzen entwickeln, welches dir im alltäglichen Umgang mit deinem Geld helfen wird. Nun gut, fangen wir mal an:

  1. Netto-Vermögen bestimmen

Meine Budget-Routine beginnt am Anfang des Monats, meistens einem Samstag, mit der Ermittlung meines Netto-Vermögens. Dazu sichte ich mein Girokonto, mein Sparkonto, Bargeld in meinem Wallet, sowie mögliche Schulden (BAföG-Schulden, Kredite, etc.). Ich notiere mir alle Beträge detailliert und vergleiche sie auch mit den Vormonaten.

  1. Einkommen aufschreiben

Im nächsten Schritt schaue ich mir mein monatliches Einkommen an. Das geht relativ schnell. Wenn du verschiedene Einnahmequellen hast, notiere dir diese einzeln und addiere sie anschließend zu deinem monatlichen Gesamteinkommen.

  1. Fixe Ausgaben aufschreiben

Das Ordnen der Ausgaben ist insbesondere am Anfang der meiste Aufwand beim Budgeting. Ich beginne mit meinen regelmäßigen Ausgaben, also alles was monatlich als Dauerauftrag oder per Einzugsermächtigung von meinem Konto abgeht: Miete, Strom, Netflix, Spotify, Versicherung, GEZ und so weiter. Aber auch meine regelmäßigen Sparausgaben vermerke ich mir hier. Grundsätzlich bleiben diesen Ausgaben relativ konstant.

  1. Variable Ausgaben dokumentieren

Nachdem ich die regelmäßigen Ausgaben von meinem Gesamteinkommen abgezogen habe, weiß ich wieviel Geld ich für die variablen Ausgaben zur Verfügung habe. Die variablen Kosten sind in der Dokumentation etwas umfangreicher. Dafür hat man hier aber auch das größte Einsparpotential. Ich empfehle dir ein Haushaltsbuch zu führen. Du kannst dazu Posten bestimmen und Einzelbudgets für diese festlegen. Ich habe mir für fast alles Budgets gesetzt: Lebensmittel, Klamotten,… aber auch für Kino, Restaurants & Bars. Zu Beginn reichen dazu Annahmen, später kannst du die Budgets anhand deiner monatlichen Dokumentationen anpassen. Grundsätzlich rechne ich in jedes Budget einen Puffer von 10-20 % ein, damit ich hier nicht in Schwierigkeiten komme.

  1. Schulden berücksichtigen

Kommen wir nochmal zum Thema Schulden. Ich hasse Schulden und trotzdem können sie einfach entstehen. Meine BAföG-Schulden zum Beispiel. Deswegen hatte ich mir dafür einen Sparbetrag festgelegt, den ich monatlich zurücklege, um die Schulden letztendlich auf einen Schlag abbezahlen zu können. Hiermit verfolge ich also ein Ziel.

  1. Ziele setzen

Wenn du deine Budgets festlegst, deine Ausgaben dokumentierst und optimierst, entstehen ziemlich schnell gute bis sehr gute Sparpotentiale. Aber das hilft nicht, solange du kein Ziel hast, wofür du eigentlich sparen willst. Setz dir Ziele, zum Beispiel eine Weltreise, ein neues Sofa, was auch immer. Mit einem Ziel kannst du die Summe bestimmen, die du in einer bestimmten Zeit angespart haben willst. Aber das Beste ist, dass du motiviert bist, deine Finanzen in den Griff zu bekommen, um dir einen Wunsch zu erfüllen.

Nach einigen Monaten Budgeting konnte ich mein Sparpotential sehr gut ausbauen und habe mir mittlerweile einen Dauerauftrag eingerichtet, der einen Teil meines Sparbetrags direkt nach dem Zahltag auf mein Tagesgeldkonto überweist. Hier hast du eine Übersicht von Tagesgeldkonten mit guten Konditionen. Der andere Teil geht in meinen Sparplan zur Altersvorsorge. Ich nutze dafür einen ETF-Sparplan. Warum ein ETF-Sparplan für’s Alter sinnvoll ist und wie man einen Sparplan konkret umsetzt, kannst du in meinem Blog lesen.

Ich dokumentiere meine Einnahmen und Ausgaben mittlerweile in einem Excel-Sheet. Zu Beginn habe ich aber sehr gute Erfahrungen mit der handschriftlichen Dokumentation gemacht, da hier ein psychologischer Effekt einsetzt: dir wird so nochmal bewusst, dass es sich um deine Finanzen handelt und es nicht nur irgendwelche Zahlen auf einem Display sind. Mir hat das sehr geholfen.

Ich hoffe, dass auch dir dieser kleine Einblick hilft. Wenn du irgendwelche Tipps oder Fragen dazu hast, schreib mir einfach in die Kommentare.

Ganz liebe Grüße,

dein William.

7 Gedanken zu „Budgeting – In 6 Schritten deine Finanzen regeln

  1. […] Der Schlüssel zum Erfolg ist Ordnung und Routine. Das gilt ganz besonders für deine Finanzen. Es kann am Anfang herausfordernd sein, seine Einnahmen und Ausgaben detailliert zu notieren, aber es zahlt sich definitiv aus. Nicht nur, dass du Sparpotentiale erkennen wirst. Du wirst auch ein Bewusstsein für deine Finanzen entwickeln, welches dir im alltäglichen Umgang mit deinem Geld helfen wird. Wie du dein Budget umsetzt, erkläre ich dir hier. […]

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  2. Hallo William,

    Finde es sehr gut, dass Du einen möglichst pragmatischen Weg beim Budgeting einschlägst! Alles andere führt mE nämlich dazu, dass man die Übung einmal macht aber sie nicht zu einer Regeltätigkeit wird. Gerade etwaige Komplexität wird nämlich der wesentliche Faktor sein, weshalb viele das Interesse verlieren.

    Vielleicht ist auf folgender Artikel noch relevant: https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/08/04/leitfaden-ausgabencheck/

    Viele Grüße,
    FF

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  3. […] So schwer ist es auch gar nicht. Nimm dir ein Blatt und schreibe ganz oben deine monatlichen Einnahmen auf, addiere sie und ziehe einen Strich drunter. Dann guck dir deine Ausgaben an, kategorisiere sie (z.B. Miete, Lebensmittel, etc.), schreibe sie auf und ziehe sie von deinen Einnahmen ab. Wenn du mehr über das Budgeting wissen willst, klick hier. […]

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